Wie alles begann

Die Tiroler Schützen haben nachweislich seit dem 14. Jahrhundert immer wieder den Schutz der Heimat übernommen.

1511

Landlibell

Am 23. Juni 1511 erließ Kaiser Maximilian für das Land Tirol das Landlibell aus dem unter anderem der bis 1919 bestehende Wehrauftrag für die Tiroler hervorgegangen ist.

 

Es wird vielfach als die „Geburtsurkunde" des Tiroler Schützenwesens gesehen. Das Landlibell regelte im Fall einer feindlichen Bedrohung das Aufgebot, Zuzug genannt, sowie die Aufbringung der hierfür nötigen Geldmittel. Die wichtigste Bestimmung war die Verpflichtung aller Stände, zur Verteidigung des Landes Kriegsdienst zu leisten, dies allerdings nur innerhalb der Landesgrenzen. Die Verteidigungsmannschaft bestand, je nach Bedrohung, aus zwei Gruppen: dem Aufgebot, das je nach Gefahr 5.000 bis 20.000 Mann umfaßte und zu dem jedes Landgericht und jede Stadt eine festgelegte Anzahl von Wehrfähigen zu stellen hatte, und dem Landsturm, wo bei einem plötzlichen Einbruch des Feindes in einer Art Generalmobilmachung alle Wehrfähigen vom 18. bis zum 60. Lebensjahr aufgeboten wurden.
Für diese Wehrleistung waren die Tiroler aber von jedem Kriegsdienst außerhalb der Landesgrenzen befreit, und Kaiser Maximilian verpflichtete sich weiters, keinen Krieg ohne Bewilligung der Landstände zu beginnen, der durch oder über Tirol führte. Andererseits verpflichtete der Kaiser die Tiroler zur selbständigen Verteidigung ihres Landes, gestand ihnen aber auch das Tragen von Waffen zu. Den Tirolern die Waffenfreiheit zu gewähren, konnte Maximilian nur in einem Land wagen, das keine Leibeigenen kannte, wo vom Ritter bis zum Bauernknecht seit Jahrhunderten jeder ein freier Mann war.


 

1610

Generalmusterung

Im Jahr 1610 ordnete Erzherzog Maximilian III als Landesregent eine Generalmusterung in der ganzen gefürsteten Grafschaft Tirol an, und damit traten die Wiltener Schützen ins Licht der Öffentlichkeit.
Auf Grund dieser Musterung hatte das Gericht Wilten insgesamt 14 Mann an das Landgericht Sonnenburg zu stellen:
4 Doppelsöldner, 5 Musketiere und 5 Haggenschützen,
welche nachweislich am 8. April 1648 zum Exerzieren aufgefordert wurden. Sie dürften zum Teil aus der, bereits 1524 erstmals urkundlich erwähnten Schützengilde hervorgegangen sein.

1622

Besetzung der Ischgler Schanze um Einfälle der Graubündner abzuhalten.

1703

Bayrischer Rummel

Während des spanischen Erbfolgekrieges Straßensperren um durchziehende fremde Truppen aufzuhalten. 

Die Belagerung Innsbrucks 1703 (Fresko in der Stiftskirche Wilten)


 

1714

  • 1714 Die Mannschaft hat ihre Offiziere, zu denen sie Vertrauen hat, selbst zu wählen.

  • 1796 Die Wiltener bezogen mit anderen Kompanien Stellungen im Fleimstal(Südtirol), um heranrückende Franzosen aufzuhalten.

  • 1797 Schlacht bei Spinges, die Franzosen wurden wieder zurück geworfen.

1809

  • 1809 An den Berg Isel Schlachten nahm die Kompanie unter Hauptmann Josef Patsch teil.

  • 1866 Mit den Kaiserjägern gegen eine italienische Streitmacht (700 gegen 3.000) behauptet.

1914

  • 1914 Bei Kriegsausbruch waren die Wiltener bereits in anderen kaiserlichen Truppenkörpern aufgegangen.

  • 1915 Nachdem alle wehrfähigen Männer im Krieg waren, und die Heimat ungeschützt war, stellten freiwillige junge und alte Wiltener Schützen die 1. Kompanie des Standschützen-Baons Innsbruck I auf, die unter härtesten Bedingungen an der Südfront zum Einsatz kamen.

Das waren die letzten militärischen Einsätze der Schützenkompanie Wilten.

Anschrift

Schützenkompanie Wilten
Hauptmann Alexander Mummert
St. Bartlmä 5
6020 Innsbruck

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Monatsversammlung und Kameradschaftsabend

Die aktiven Mitglieder treffen sich an jedem 1. Dienstag des Monats um 19:00 Uhr im Schützenheim St. Bartlmä.

Jeden 3. Freitag im Monat findet ab 19:00 Uhr unser Kameradschaftsabend statt, an dem sich aktive Mitglieder und Gäste zu einem gemütlichen Abend treffen. In diesem Rahmen besteht die Möglichkeit das "Gemütliche" im Kompanieleben kennen zu lernen, sowie den Schießstand zu nutzen.

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